Das EIT kurz gefasst

Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) ist eine unabhängige Einrichtung der EU. Wir fördern Unternehmergeist und unterstützen neue Ideen und stärken auf diese Weise Europas Innovationsfähigkeit.

Wir haben den Auftrag,
  • durch die Förderung und Stärkung von Synergien und Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Forschungsorganisationen zur Wettbewerbsfähigkeit, zum nachhaltigen Wirtschaftswachstum und zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Europa beizutragen;
  • günstige Rahmenbedingungen für kreative Ideen zu schaffen, damit Innovation und unternehmerische Kompetenz von Weltrang in Europa gedeihen können.

Das EIT ist ein wesentlicher Bestandteil des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation Horizont 2020. Dieses Programm bildet einen zentralen Pfeiler der Innovationsunion, einer Leitinitiative der Strategie Europa 2020, deren Ziel es ist, die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken.

Innovation durch Integration

Um Europas Innovationsfähigkeit zu fördern, müssen Maßnahmen zur Überwindung der fragmentierten europäischen Innovationslandschaft ergriffen werden, und dies fällt in den Aufgabenbereich des EIT. Wir leisten Pionierarbeit bei der Förderung von nachhaltigem Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Europa, indem wir die Innovationsfähigkeit der EU in einem dynamischen globalen Umfeld stärken.

Das EIT bringt Akteure des „Wissensdreiecks“ aus Wirtschaft, Bildung und Forschung zusammen und bietet ihnen die Möglichkeit, dynamische grenzüberschreitende Partnerschaften in Form von Wissens- und Innovationsgemeinschaften (KIC, Knowledge and Innovation Communities) einzugehen. Diese KIC haben folgende Aufgaben:

  • Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen,
  • Gründung neuer Unternehmen, und
  • Ausbildung einer neuen Generation von Unternehmern.

Die enge Zusammenarbeit in den KIC bewirkt, dass führende Unternehmen, Hochschulen und Forschungszentren wirksamere und innovative Lösungen für Europa hervorbringen.

Seit 2010 sind die ersten drei KIC des EIT aktiv:

  • Die KIC zum Themenfeld Klima, Climate-KIC, befasst sich mit Herausforderungen des Klimawandels.
  • Die EIT-Laboratorien für Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), EIT Digital, erarbeiten IKT-Konzepte von Weltrang.
  • Die KIC zur Innovation im Energiesektor, KIC InnoEnergy, entwickelt nachhaltige Energielösungen.

Im Dezember 2014 sind zwei neue Gemeinschaften hinzugekommen, die ihre europaweiten Aktivitäten 2015 entfalten werden:

  • Die KIC zum Themenkreis Gesundheit, EIT Health, dient der Verbesserung der Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger Europas sowie der Nachhaltigkeit von Gesundheits- und Sozialfürsorgesystemen.
  • Die KIC zu Rohstoffen, EIT Raw Materials, stellt den Zugang zu Rohstoffen sowie ihre Verfügbarkeit und nachhaltige Nutzung für die Wirtschaft und für die Bürgerinnen und Bürger sicher.

Jede dieser Wissens- und Innovationsgemeinschaften übt ihre Tätigkeit in Innovationszentren, den so genannten „Co-location Centres“, aus. Die vom EIT initiierten Gemeinschaften haben solche Knotenpunkte über die ganze EU verteilt und kooperieren mit regionalen Zentren, um die Wirkung ihrer Maßnahmen zu optimieren.

Wir wachsen!

Bis 2020 werden drei neue KIC eingerichtet:

  • 2016:

Die KIC EIT Food hat die Aufgabe, eine klimaresistente und nachhaltige globale Wertschöpfungskette für Lebensmittel sicherzustellen.

Die KIC EIT Manufacturing wird die Wettbewerbsfähigkeit des verarbeitenden Gewerbes in Europa stärken und fördern.

  •  2018:

Die KIC EIT Urban Mobility wird nachhaltige Lösungen für städtische Mobilität erarbeiten.

Das strukturierte Programm für Informationskampagnen EIT Regional Innovation Scheme (EIT RIS) soll dazu beitragen, dass mehr Organisationen aus ganz Europa von den Arbeiten der EIT profitieren und an ihren Aktivitäten teilnehmen können. Dieses Programm hat zum Ziel, die Innovationsfähigkeit in Gebieten und Regionen Europas zu fördern, in denen es keine Zusammenarbeit mit dem EIT und seinen Wissens- und Innovationsgemeinschaften gibt. Das Programm EIT RIS eröffnet Unternehmen, Hochschulen, Forschungslaboratorien und Organisationen von Interessenträgern, die keiner KIC-Partnerschaft angehören, den Zutritt zur Welt der Innovation.

Governance des EIT

Um neue Ideen zu fördern und den Anstoß für Innovationen zu geben, verbindet das EIT fachliche Kompetenz mit Leitbildern. Entscheidungen können getroffen werden, die ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Flexibilität und Rechenschaftspflicht wahren. Dies ist eine Folge des unkomplizierten zweistufigen Organisationsaufbaus des EIT, der sich auf eine effiziente Governancestruktur stützt, bestehend aus einem festen Management-Team und dezentralen operativen Partnerschaften (den Wissens- und Innovationsgemeinschaften), die sich aus herausragenden europäischen Akteuren des Innovationssektors rekrutieren.

Für die Leitung des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT) und seiner Tätigkeiten ist der Direktor zuständig. Seit dem 1. August 2014 ist Martin Kern Leiter des operativen Geschäftsbereichs und Interimsdirektor im EIT.

Der Direktor ist einem in jeder Hinsicht unabhängigen Verwaltungsrat gegenüber rechenschaftspflichtig, dem in einem ausgewogenen Verhältnis herausragende Persönlichkeiten aus Wirtschaft sowie Lehre und Forschung angehören und dessen Vorsitz Peter Olesen innehat, der sein Amt am 1. August 2014 antrat. Der Aufgabenbereich des Verwaltungsrats des EIT umfasst die Festlegung strategischer Leitlinien für das EIT sowie Auswahl, Evaluierung und Unterstützung der Wissens- und Innovationsgemeinschaften des EIT.

Seinen Hauptsitz hat das EIT in Budapest, Ungarn. Das Institut setzt sich aus mehreren Referaten und Abteilungen zusammen, die im Organigramm dargestellt sind und präzise auf die Aufgabenbereiche und Aktivitäten des Hauptsitzes des EIT abgestimmt sind. Alle über ganz Europa verteilten Büros der vom EIT initiierten Wissens- und Technologiegemeinschaften sind hier vertreten.

EIT – Gemeinsam Innovationen verwirklichen!

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